Ausbildungsberufsbild Chemielaborant/-in
Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack
vom 22. März 2000 (Bundesgesetzblatt Teil I S. 257), Auszug
Ausbildungsdauer:Die Ausbildung dauert
3½ Jahre.
Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die mit folgenden Qualifikationseinheiten zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnisse:1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht;2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes;3. betriebliche Maßnahmen zum verantwortlichen Handeln (Responsible Care):3.1 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
3.2 Umweltschutz,
3.3 Einsetzen von Energieträgern,
3.4 Umgehen mit Arbeitsgeräten und –mitteln einschließlich Pflege und Wartung,
3.5 Qualitätssichernde Maßnahmen, Kundenorientierung,
3.6 Wirtschaftlichkeit im Labor;
4. Arbeitsorganisation und Kommunikation:4.1 Arbeitsplanung, Arbeiten im Team,
4.2 Informationsbeschaffung und Dokumentation,
4.3 Kommunikations- und Informationssysteme,
4.4 Messdatenerfassung und –verarbeitung,
4.5 Anwenden von Fremdsprachen bei Fachaufgaben;
5. Umgehen mit Arbeitsstoffen;6. Chemische und physikalische Methoden:6.1 Probennahme und Probenvorbereitung,
6.2 Physikalische Größen und Stoffkonstanten,
6.3 Analyseverfahren,
6.4 Trennen und Reinigen von Arbeitsstoffen;
7. Durchführen analytischer Arbeiten:7.1 Vorbereiten von Proben,
7.2 Qualitative Analyse,
7.3 Spektroskopie,
7.4 Gravimetrie,
7.5 Maßanalyse,
7.6 Chromatographie,
7.7 Auswerten von Meßergebnissen;
8. Durchführen präparativer Arbeiten:8.1 Herstellen von Präparaten,
8.2 Trennen und Reinigen von Stoffen,
8.3 Charakterisieren von Produkten;
9. Mindestens vier von sechs Wahlqualifikationseinheiten aus der Auswahlliste I, wobei mindestens zwei Wahlqualifikationseinheiten aus Nr. 1 bis 8 dieser Auswahlliste festzulegen sind. Für die CHT sind folgende Wahlqualifikationseinheiten der Auswahlliste I festgelegt:
1. präparative Chemie, Reaktionstypen und –führung,
2. präparative Chemie, Synthesetechnik,
4. Anwenden probennahmetechnischer und anaytischer Verfahren,
5. Anwenden chromatographischer Verfahren,
6. Anwenden spektroskopischer Verfahren,
7. analytische Kopplungstechniken;